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Von Catharina Siemer

Krasser Scheiss made in Drantum

GoGreat or go home

Eigentlich wollte ich an diesem Samstag gar keinen Blogartikel schreiben, sondern einfach mal nur abhängen, das AppleTV bemühen und in marveliger Glückseligkeit das Sofa platt liegen. Eigentlich. Aber dann war ich immer noch so bewegt und voller Energie vom gestrigen Tag, dass Dr.Strange jetzt leider warten muss. Immerhin geht es im heutigen Artikel doch irgendwie um Superhelden. Aber um Superhelden des Alltags. Genauer gesagt des beruflichen Alltags. Es geht um Menschen, die Mut zur Veränderung haben, eine Vision verfolgen und damit andere ansteckend. Krasser Scheiss eben.

Der krasse Scheiss ereignete sich am gestrigen Freitag, 07. April im oldenburger Münsterland, genauer gesagt in Drantum. Noch genauer gesagt im Ecopark gelegenen kaapkehaus beim 1. GoGREAT Community-Day. Ganz spontan hatte mich Timo Kaapke, Inhaber der gleichnamigen Agentur Kaapke  eingeladen und ich hatte ehrlich gesagt null Ahnung, was mich erwarten würde. Ok, ich wusste, dass es irgendwie um Unternehmenskultur und Veränderung ging und irgendetwas mit Spielen zu tun hatte. Aber so richtig informiert hatte ich mich absichtlich nicht – ich wollte völlig unvoreingenommen und ohne Erwartungen in diesen Tag gehen. Dementsprechend fuhr ich mit gemischten Gefühlen Richtung Ecopark: Was wird dort passieren? Auf welche Menschen würde ich dort treffen? Bis auf einen einzigen Punkt dieses Tages, nämlich der abschliessende Besuch in der Lübbehusen Malt Distillery, war ich komplett unwissend. „Wenn’s kacke wird, gibt’s abends immerhin Whisky“, dachte ich noch und konnte diesen Gedanken schon direkt nach der Ankunft wieder verwerfen: Eine solche Herzlichkeit bei absoluter Professionalität in der Organisation habe ich persönlich noch nie bei einem Workshop-Tag erlebt. Meistens ist es eben nur professionell. Vielleicht liegt es an unserer südoldenburgischen Bodenständigkeit, vielleicht an dem Teamgeist oder dem visionären Geist, der dort bei allen zu spüren war, aber sicherlich eine Mischung aus allem. Genau diese Mischung, die ich wirklich schwer in Worte fassen kann, die wohl einzigartig ist und sich am besten mit einem Wort fassen lässt: GoGreat.

Und das durch und durch: Angefangen bei dem großartigen Niels Pfleaging – Speaker. Advisor. Author. Management Exorcist, uns mit seiner Keynote mitnahm in eine Welt einer neuen Unternehmernskultur, in der veraltete Unternehmensstrukturen als Killer jeder Motivation überwunden werden und jeder im Team zu Höchstleitungen motiviert ist. Der „Vater vom Ende des Managements“ ist Meister darin, komplexe Sachverhalte zu veranschaulichen, sein bissiger Humor unterstreicht die Notwendigkeit zur Transformation der Unternehmenskultur. Dabei ist er absolut authentisch und menschlich – absolut great. Ich jedenfalls fühlte mich in dem bestätigt, was ich schon lange dachte, in Unternehmen am eigenen Leib erfahren hatte und weswegen ich mich selbstständig gemacht hatte: Weil ich es anders machen wollte und will. Weil auch ich davon überzeugt bin, dass jeder Mensch Höchstleistungen erbringen will – wenn der Kontext stimmt. Und genau dafür waren wir alle dort. Um es anders zu machen:

von der Kernarbeitszeit zur KANNarbeitszeit.

War spontane Quintessenz des Vormittags.

Um es anders zu machen haben Dr. Kerstin Friedrich, Strategie-Expertin, Bestseller-Autorin, Keynote-Speaker und Timo Kaapke GoGreat gegründet – ein innovatives Betriebssystem für Unternehmen, das auf den sechs Säulen Gemeinschaft, Vertrauenskultur, solide Finanzen, Annerkennung & Wertschätzung, Selbstorganisation und KVP (Verbesserungsprozess) mit guter Laune basiert.
Aber wie installiert man nun ein solches Betriebssystem? Ganz einfach durch Mini-Spiele, die uns Kerstin in der Session am Nachmittag näher brachte. Dabei geht es darum, herauszufinden, was im Betrieb nervt, wo es Engpässe gibt und welche Aufgaben einen Motivationsschub vertragen können. Diese Makel gilt es auf spielerische Weise zu verbessern. Heißt konkret: Mache ein Spiel daraus. Deine Agentur mehr Ist- als Soll-Stunden in Projekten zu verzeichnen? Ein einfaches Spiel zur Verbesserung der Stundenanzahl könnte so aussehen: Nimm zwei Säulen – eine für die Ist- und eine für die Soll-Stunden. In die Soll-Säule kommen Kugeln in der Anzahl der veranschlagten Stunden. In die Ist-Säule werden nun von jedem Teammitglied Kugeln in der Anzahl der tatsächlich gearbeiteten Stunden geworfen, wenn ein Projekt fertig gestellt ist. So sieht jeder sofort, wie der „Punkte-Stand“ ist. Natürlich sollte bei Einhaltung der Stunden auch einen Gewinn geben, sonst wär’s ja kein Sport. Allerdings so, dass das Ganze Team etwas davon hat – wie ein Grill-Abend für das Team oder ein Kinobesuch oderoder. Auch das sollte vom Team festgelegt werden – schließlich ist es ihr Gewinn. Klingt kompliziert? Ist es aber gar nicht. Anregungen gibt’s ja zum Glück für lau auf dem Blog von GoGreat.
Und ich? Dachte: „Krasser Scheiss – und das in Drantum“. Der krasse Scheiss ging dann noch weiter in der Distillerie nebenan – nein, nicht weil ich völlig blau nach Hause gekommen bin, sondern weil man so etwas einfach nicht vermutet. Im oldenburger Müsterland. Auf’m Dorf. Aber dazu in Kürze mehr.

Jetzt wollte ich abschließend nur noch sagen: Danke an Kerstin, Timo und dem gesamten Team für den großartigen Tag! Er war mehr als inspirierend – er hat mich darin bestätigtt, dass es nicht nur erwünscht, sondern notwendig ist, umzudenken. Die Energien von diesem Tag nehme ich mit in meine zukünftige Arbeit! Und wer jetzt denkt: Oh je, das trieft ja geradezu – siemer wat ist nur mit dir? Dem sei gesagt: Schaut es Euch einfach selbst an. Nehmt Kontakt zu Kerstin oder Timo auf – oder fragt die Menschen aus der GoGreat Community. Und wenn Ihr dann noch sagt, das sei hier Lobhudelei, dem kann ich nur sagen: go home…

In diesem Sinne – goGreat,

Eure Catharina

Catharina Siemer
Über Catharina Siemer
Medienwissenschaftlerin, Beraterin für Online Kommunikation und Bloggerin mit Leidenschaft für's Backen, Laufen und David Bowie. Als Doktorandin an der HBK Braunschweig forsche ich zum Phänomen "Partizipation im Social Web" und der Frage, wie Unternehmen Online Kommunikation sinnvoll gestalten können. P.S.: Norddeutscher Humor gibt's on Top. Bis bald!

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