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Von Catharina Siemer

DR. CLAUDIA LAMPERT – HANS-BREDOW-INSTITUT

Wenn Eltern sich über Medienerziehung informieren wollen, gibt es die verschiedensten Möglichkeiten – vom Elternabend, über Infoveranstaltungen, Literatur bis hin zu Online-Plattformen. Die wohl bekannteste Online-Plattform ist „SCHAU HIN“ – sie bietet einen umfangreichen Einblick in die Welt der digitalen Medien und gibt Tipps zur Medienerziehung. Im Beirat sitzt unter anderem Dr. Claudia Lampert, wissenschaftliche Referentin am Hans-Bredow-Institut in Hamburg. Ihr Spezialgebiet ist die Mediensozialisation und Medienpädagogik. Sie hat an verschiedenen Studien mitgewirkt und zahlreiche Publikationen zum Thema Kinder und digitale Medien veröffentlicht.
Wie sieht die wissenschaftliche Seite das Thema „Medienerziehung“? Soviel schon mal vorweg: Den erhobenen Zeigefinger gibt es von Frau Lampert nicht.

Liebe Frau Dr. Lampert, wie sind Sie dazu gekommen, sich mit Kindern, Eltern und Medien auseinander zu setzen? Was ist Ihr Background?

Ich habe Erziehungswissenschaft studiert und habe mich dann im Studium auf das Thema Medienpädagogik konzentriert. Im Studium ging es schwerpunktmäßig um Mediensozialisation, also dem Aufwachsen mit Medien, sowie um Medienkompetenz und Medienkompetenzförderung. Anschließend bin ich in der kommunikationswissenschaftlichen Forschung gelandet und beschäftige mich seitdem mit Mediensozialisation und dem Aufwachsen speziell mit digitalen Medien. Da gibt es unterschiedliche Themenschwerpunkte – ob das jetzt Kinder und Online-Werbung ist, Chancen und Risiken der Internetnutzung, exzessive Nutzung von Computerspielen oder auch Themen wie Medienkompetenzförderung oder Medienerziehung in der Familie – je nachdem, wo gerade Handlungsbedarf gesehen wird.

Stichwort Medienkompetenzförderung: Was ist denn für Sie Medienkompetenz?

Das ist immer die Frage die man am liebsten hört (lacht) – eben kurz eine Definition.
Medienkompetenz ist aus meiner Sicht eine ganz zentrale Kompetenz, um mit den heutigen Kommunikationsmedien souverän umgehen zu können und souverän umgehen zu können heißt zum einen natürlich, sie bedienen zu können, um bestimmte Dinge des alltäglichen Lebens tun zu können: Sei es, dass ich eine Fahrkarte am Automat kaufen will oder sei es, dass ich meine Meinung einer bestimmten Öffentlichkeit kund tun will, ein Programm im TV aufzeichnen will oder ich mich kreativ ausdrücken möchte. Es gibt eben ganz verschiedene Dinge, die man mit den Medien tun kann und das souverän tun zu können, ist ein Teil von Medienkompetenz. Dann gibt es natürlich noch andere Facetten wie die kritische Reflexion von Medieninhalten oder auch das Bewerten und Einordnen können von Medieninhalten. Also dass ich zum Beispiel den Wahrheitsgehalt von Informationen oder eine Information anhand ihrer Quelle entsprechend beurteilen kann. Medienkompetenz umfasst viele Teilkompetenzen, die praktisch die Voraussetzung dafür sind, dass man in einer mediatisierten Welt einigermaßen gut zurecht kommt.

Die Schwierigkeit am Begriff Medienkompetenz liegt dann ja in seiner Vielschichtigkeit, die sich aus den Teilkompetenzen ergeben: Dinge wie Fahrkarten kaufen, lerne ich vor allem im Tun, sie gehören zum Alltag. Speziellere Dinge, wie ein bestimmtes Programm zu lernen, muss ich viel bewusster lernen und bei Anwendungen digitaler Kommunikationsmedien wie Facebook oder WhatsApp kommt es zum einen darauf an, wie ich zu Hause erzogen werden, d.h. wie ist der Umgang mit Medien zu Hause, was bekomme ich mit, und zum anderen auch der Umgang, der mir durch Freunde etc. „beigebracht“ wird. Da ergibt sich eine Schere. Was sind ihrer Meinung nach Schwierigkeiten bei der Medienerziehung zu Hause?

Also erst mal würde ich sagen, dass man alles irgendwie erlernen muss. Das Kaufen einer Fahrkarte muss ich genauso lernen, wie einen respektvollen Umgang im Netz oder welche Daten ich preisgebe. Es stimmt sicherlich, dass man sehen muss, wer für welche Bereiche schwerpunktmäßig verantwortlich ist – und es geht ja erst mal in der Familie los mit der Mediennutzung: Wenn also Kinder mit der Mediennutzung beginnen, findet das in der Familie statt, also sind die Eltern an erster Stelle und haben damit natürlich auch eine ganz zentrale Verantwortung. Das fängt damit an, welchen Zugang die Kinder zu welchen Medienangeboten ermöglichen, werden Regeln aufgestellt, welches Nutzungsverhalten haben die Eltern selbst und was leben sie vor, also welche Vorbildfunktion übernehmen sie. Das spielt alles in das Medienerziehungsverhalten hinein. Und dann weitet sich das Feld natürlich aus, wenn dann der Kindergarten oder die Schule dazu kommen.

Würden Sie sagen, dass es „zu früh“ für Mediennutzung bzw. das Erlernen von digitalen Medien gibt?

Ich würde nicht sagen, dass es ein bestimmtes Alter gibt, ab dem ein Kind anfangen muss, den Umgang mit Medien zu lernen. Ich denke, dass es sinnvoll, ist, sich an einem gesunden Entwicklungsverlauf zu orientieren. Damit meine ich, dass Kinder in ihrer normalen Entwicklung bestimmte Dinge erst mal lernen müssen, dass sie sich ihre Umwelt zunächst aktiv aneignen, anfassen, betasten müssen, bevor es zum Abstrakten übergeht. Das sollte nicht übersprungen werden. Gerade in dem frühen Stadium halte ich es für wichtiger, dass sie erst mal alles anfassen, sich bewegen. Wenn dann die Medien ergänzend genutzt werden, ist das überhaupt nicht tragisch. Nur müssen die insbesondere die jüngeren Kinder ihre Umwelt erst einmal wirklich haptisch erfahren. Das sollte man unterstützen und den Fokus darauf legen. Wenn das andere, das mediale ergänzend dazu kommt, ist das vollkommen okay, aber es sollte nicht stattdessen stattfinden oder in den Mittelpunkt gerückt werden.

Wenn der 3-Jährige sieht, dass die Eltern oder der große Bruder auf dem Smartphone etwas spielen, dann möchte er natürlich auch mal wischen. Sollte man das dann bewusst verbieten?

Das finde ich jetzt nicht so problematisch. Aber es ist nicht dasselbe, ob man einem Kind abends vorliest, es sich ankuscheln kann, oder ob ich das Ipad an das Bett stelle und sich das Kind die Geschichte auf dem Gerät anguckt.
Es gibt zum Beispiel auch Ravensburger Puzzle für das Ipad, das sieht dem analogen Puzzle auch sehr ähnlich und ich finde es wunderbar, dass es beide Versionen gibt, aber ich denke für die kleinen Kinder ist es noch wichtiger, dass sie tatsächlich die Karten umdrehen und die Erfahrung machen, wo sie was hinlegen, also wirklich diese sinnliche Erfahrungen machen. Wenn sie auch mal das andere spielen, ist das auch kein Drama, aber gerade in dieser sensiblen Phase sollte man auf jeden Fall die sinnlichen Erfahrungen in den Vordergrund stellen und unterstützen.

Ein Punkt in der Diskussion über Medienkompetenzförderung ist die Medienerziehung bereits ab der KiTa: Macht das dann überhaupt Sinn? Und was sollte öder könnte da eigentlich passieren?

Naja, die Frage ist ja zunächst, was Medienerziehung ist. Man muss nicht gleich mit dem Ipad loslegen, auch wenn es gerade für die Altersgruppe viele Anwendungen bereit hält und eben so schön niedrigschwellig ist und kleine Kinder da schon viele Dinge tun können und mit Farben, Formen, Wischen und Malen.
Aber Medienerziehung fängt für mich durchaus auch schon beim Bilderbuch, Hörspiel oder Fernsehen an, und es gibt für mich schon eine gewisse Abfolge. Natürlich kann man auch schon in der Kita das Ipad nutzen, aber man muss sich die Frage stellen, was die Ziele von Medienerziehung oder Medienkompetenzförderung sind und sein können. Da kann es um Nutzungskompetenzen gehen, es kann aber auch darum gehen, mal keine Medien zu nutzen, sondern auch Langeweile auszuhalten. Auch das gehört mit dazu.
Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, wenn man die Medienerfahrung der Kinder aufgreift, die die Kinder mitbringen und versucht, damit zu arbeiten – und den Kindern damit einen Raum gibt, Medienerfahrungen zu verarbeiten, um so weitere Kompetenzen zu entwickeln. Wenn ein Kind zum Beispiel ständig am Ipad ist, wäre es die Aufgabe der Medienerziehung, zu schauen, was für Bedürfnisse eigentlich dahinter stecken und an diesen Bedürfnissen anzusetzen. Das heißt, den Kindern dann alternative oder kreative Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Ich glaube, manchmal besteht ein Missverständnis, wenn es um Medienerziehung in der KiTa oder Schule geht, dass es ein Curriculum oder Lehrplan gibt und dass die Kinder am Ende der KiTa in der Lage sein müssen, ein Ipad neu konfigurieren und Apps downloaden zu können, ohne Einkäufe zu tätigen oder was auch immer. Aber darum geht es ja gar nicht. Man muss tatsächlich gucken, welche Kompetenzen man in welchem Lebensabschnitt eigentlich fördern kann und wie man das am besten machen kann, ohne dass es zu einseitig und medienzentriert ist, sondern immer in die Gesamtlebenswelt der Kinder eingebettet ist.

Zumal die Kinder mit ganz unterschiedlichen Wissensvorräten ankommen: Einige dürfen gar nicht, andere dürfen ständig. Und das ist dann auch eine Herausforderung für die Pädagogen, das abzufangen.

Absolut, zumal es sowohl bei Pädagogen als auch bei Eltern die Auffassung oder den Wunsch gibt, dass die KiTa-Phase medienfrei zu sein hat. Nach dem Motto: Die Kinder leben sowieso schon in so mediatisierten Welten, dann soll wenigstens die KiTa medienfrei bleiben und der Raum sein, wo sie im Wald rumlaufen und nur solche Erfahrungen machen.
Das ist dann aber das andere Extrem. Man muss versuchen, eine gute Mischung hinzubekommen, aber dafür muss man dann auch die Eltern mit an Bord holen.

Was mich dabei immer wundert: Im Wald spielen ist per se immer gut, am Ipad spielen immer schlecht.

Genau, diese Auffassung ist weit verbreitet. Ich teile sie jedoch nicht. Nehmen wir das Beispiel mit dem Puzzle: Da geht es auch nicht darum, dass das analoge besser ist als das digitale – Ich würde nur sagen, in bestimmten Entwicklungsphasen und auch für bestimmte Kinder ist das eine Variante besser geeignet als das andere. Oder es kann bestimmte Kompetenzen schulen, die das Kind zu einem bestimmten Zeitpunkt eher braucht. Also eben gerade das Umdrehen der Karten für die Feinmotorik oder das Konzentrieren auf einen Ausschnitt oder auch aushalten können, dass dieses Spiel jetzt länger dauert, auch wenn man gerade verliert und nicht einfach auf Reset drücken kann. Da muss man als Elternteil und als Pädagoge abwägen, was für das Kind das Passendere ist.

Was glauben sie, woran es überhaupt liegt, dass digitale Medien als schlecht verschrien sind? Es gibt ja eher wenige Eltern, die das so differenziert betrachten, wie sie es gerade beschrieben haben. Oftmals ist die Einstellung eher: Mediennutzung einschränken. Gibt es eine Grundangst vor dem „Zuviel“?

Ich glaube schon, dass es eine Grundangst gibt. Das ist etwas paradox, denn letztendlich sind es ja die Eltern, die den Kindern erst den Zugang zu Medien ermöglichen und ihnen den Umgang mit und die Nutzung von Medien vorleben. Wenn ich meinem Kind vorlebe, dass ich den ganzen Tag vor dem Computer sitze oder den ganzen Tag mit dem Smartphone beschäftigt bin oder bei jedem Vibrieren vom Smartphone sofort reagiere, nimmt das Kind das auch auf und findet es wahnsinnig interessant, was aus dem Gerät kommt. Das ist eigentlich normal. Aber in dem Moment, in dem die Kinder das digitale Medien nutzen und für sich erobern wollen, schreiten Eltern ein und haben Sorge, dass sie das nicht mehr kontrollieren können. Oder merken, dass es zu Konflikten führt, weil so viel Aufmerksamkeit an das Medium gebunden wird. Dazu kommen noch Klischees wie etwa, dass die Medien nur zur Unterhaltung genutzt werden, um Zeit zu „verdaddeln“. Und dann spielt noch ein anderer Konflikt mit hinein: Nämlich dass Eltern immer schon nicht verstehen können, was die nachwachsende Generation an bestimmten Medienangeboten toll findet. Weil es eine andere Ästhetik ist, weil es andere Themen sind, weil es eine andere Sprache ist oder eine andere Anmutung, zu der sie keinen Zugang haben und dann nicht verstehen, was jetzt so toll daran ist, viele Freunde auf Facebook zu haben oder sich ständig Nachrichten zu schreiben. Sollen sie sich doch treffen! Aber das hat man selbst früher ja auch nicht gemacht, da hat man auch stundenlang mit seinen Freunden telefoniert. Ich denke, es ist eine Mischung daraus, dass den Eltern ihr schwindender Einfluss bewusst wird, wenn die Kinder ihre eigenen medialen Erfahrungen machen und die Eltern nicht mehr mitbekommen, was da eigentlich so abgeht.

Ab einem gewissen Punkt bekomme ich als Elternteil ja sowieso nicht mehr so richtig mit, was mein Kind macht – auch über Medien hinaus – dann ist es wichtig, dass ich bis dahin das Kind fit für die Medienwelt gemacht habe. Damit es weiß, was es tut, wenn es aus der behüteten Welt in die böse Medienwelt entfleucht. Und das ist doch im Grunde die Aufgabe der Eltern.

Es lässt sich natürlich schwer voraussehen, was auf das Kind zukommen wird. Es stimmt natürlich von der Zielrichtung schon, dass die Eltern das Kind fit machen müssen. Aber ich würde immer sagen, dass es vor allem wichtig ist, dass die Eltern den Kontakt zu den Kindern nicht verlieren – und den verlieren sie häufig gerade bei dem Thema Medien. Wenn es um andere Dinge wie Fußball oder Ballett, dann sind Eltern oftmals noch dichter dran und fragen nach: Wie war’s denn, was habt ihr heute gemacht? Bei dem Medienthema komischerweise tun sie das nicht. Da ist es eher so, dass die Eltern es lästig finden, wenn die Kinder erzählen wollen „Ich habe wieder ein Level geschafft“. Bei den Medienerfahrungen haben Eltern eher seltener ein offenes Ohr. Das ist aus meiner Sicht ein zentraler Punkt: Dass sie dranbleiben, im Gespräch bleiben, denn so bekommen sie mit, was das Kind eigentlich beschäftigt. Allein aus dem, was die Kinder nutzen, können Eltern schon wahnsinnig viel ziehen und sehen, was die Kinder gerade umtreibt und beschäftigt. Da hilft es, einfach einmal nachzufragen, interessiert nachzufragen und zu schauen, warum das Kind eigentlich drei Stunden im Internet unterwegs ist und World of Warcraft oder andere Rollenspiele spielt. Oder warum postet das Kind bestimmte Fotos in sozialen Netzwerken? Oder warum guckt es bestimmte Serien gerne?
Wenn Eltern da dranbleiben, dann haben sie nicht nur ein gemeinsames Thema mit ihrem Kind, sondern sie signalisieren auch zugleich: Wenn Probleme auftreten sollten, dann bin ich als Ansprechpartner da.
Dazu kommt sicherlich auch noch der Punkt, dass es auch um die eigenen Kompetenzen geht: Ab einem bestimmten Punkt fühlen sich viele Eltern überfordert, weil sie zu bestimmten Medienangeboten keinen Zugang haben und sich nicht vorstellen können, wie sie Kompetenzen vermitteln können. An der Stelle kommen andere Akteure wie die Schule hinzu, die dann andere Kompetenzen ergänzen.

Liegt das fehlende „Dranbleiben“ an fehlender Erfahrung mit digitalen Medien oder gibt es ihrer Meinung nach noch andere Gründe? Denn am Ende beschäftigen sich die Eltern ja auch mit Medien und nutzen die gleichen Geräte wie die Kinder.

Ich glaube es hat etwas damit zu tun, dass Eltern sehr stark auf das Angebot schauen und das verstehen sie dann oft nicht oder sie verstehen die Faszination eines Angebots nicht – das ist zumindest die Wahrnehmung aus Gesprächen, die wir an Elternabenden führen. Dann werten sie das oft erst einmal ab.
Wichtig wäre aus meiner Sicht, dass sie sich zuerst fragen, was das Kind daran fasziniert und versuchen, ein Angebot aus der Sicht ihres Kindes zu sehen. Sich fragen: Was macht dieses Angebot, das ich persönlich total furchtbar finde, so spannend für mein Kind? Manche Eltern können das vielleicht nicht erkennen, aber sie können fragen und versuchen, das im Gespräch herauszufinden: Was ist an der Geschichte so faszinierend? Worum geht es da?
Schließlich hat die Nutzung digitaler Medien ganz viel mit Themen zu tun, die speziell Kinder und Jugendliche beschäftigen: Freundschaft, Selbstbehauptung, Identitätsentwicklung und Persönlichkeitsfindung. Wenn man also nachfragt, offen ist und die Angebote nicht vorschnell verurteilt, dann findet man einen sehr guten Zugang zu den Interessen und Themen des Kindes.

Was würden Sie Eltern in Hinblick auf die Medienerziehung raten?
Eltern haben oft das Gefühl, dass sie gegenüber den Medien an Einfluss verlieren, was ihre Kinder angeht. Ich glaube, sie unterschätzen sich da – vor allem, was ihre Vorbildfunktion anbelangt. Natürlich hat das Verhalten der Eltern großen Einfluss: Wenn Eltern zum Beispiel am Abendbrottisch konsequent sagen „Ich gehe nicht mehr ans Handy“, macht das natürlich etwas mit Kindern. Sie sehen, dass es ein bewusstes Verhalten ist, um auch mal abzuschalten.
Zum anderen ist wichtig, dass man den Eltern Mut macht und darin bestärkt, dass sie die Experten sind, was ihr Kind anbelangt. Die Eltern kennen ihr Kind, sie wissen, was es mit ihrem Kind macht, wenn es gewalthaltige Videos sieht. Die Eltern wissen, ob das Kind hibbelig wird, wenn es drei Stunden Computerspiele gespielt hat. Und das muss man den Eltern auch deutlich machen: Wenn sie genau hingucken und wissen, was dem Kind gut tut und was nicht, dann sollten sie auch danach handeln. Und wenn sie das Gefühl haben „mein Kind kann damit umgehen“, dann sollten sie auch auf sich vertrauen und danach handeln.

Catharina Siemer
Über Catharina Siemer
Medienwissenschaftlerin, Beraterin für Online Kommunikation und Bloggerin mit Leidenschaft für's Backen, Laufen und David Bowie. Als Doktorandin an der HBK Braunschweig forsche ich zum Phänomen "Partizipation im Social Web" und der Frage, wie Unternehmen Online Kommunikation sinnvoll gestalten können. P.S.: Norddeutscher Humor gibt's on Top. Bis bald!

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