KIM BIERBRAUER | AM HOHEN UFER
08. September – 10. Oktober 2013

EROEFFNUNG: 08. September 2013 | 11 Uhr
Es sprechen: Stefan Schostok & Catharina Siemer

bierbrauer_portrait_webWAS SIND THEMEN DEINER WERKE?

Für die serie „Am hohen Ufer“ diente der Verlauf der Leine durch die Region Hannover als Sujet. Es war mir besonders wichtig, diese diffuse, arkadische Lichtstimmung in jedem Bild zu erreichen, damit keine Details durch zu harte
Schatten verloren gehen. Die teilweisen Bewegungsunschärfen konterkarieren die durchgängige Schärfe und tragen weiter dazu bei, den Ort zu entrücken. Die Wolken geben keinen Hinweis darauf ob sie sich jeden Moment verdüstern oder aufreißen. Die Betrachtung ähnelt also der des halbvollen oder halbleeren Glases.
Generell ist mir die rolle des Betrachters und das, was das Bild in ihm auslöst eine wichtige Komponente in all meinen Arbeiten.

WAS IST DIR BEI FOTOGRAFIE WICHTIG?

Kunst und in diesem Fall Fotografie verstehe ich als eine Art übersinnliche Kommunikation. Wenn mir eine Fotografie also über das Gezeigte hinaus etwas erzählt, dann fasziniert sie mich.

 

WAS INSPIRIERT DICH?

Beobachten ist meine größte Inspiration.

WAS BEWEGT DICH IM ALLTAG?

Der ganz normale Wahnsinn. Sich zurücklehnen und versuchen, die Welt und sich von außen zu betrachten und sich dann zu fragen: Warum? Mann kann sich eigentlich ständig fragen, warum. Kleine Kinder machen das und hören irgendwann damit auf. Ich habe nie aufgehört mich das zu fragen.

WELCHE KÜNSTLER BEEINFLUSSEN DICH?

Steven Shore, besonders seine Arbeit „Uncommon Places“. Heinrich Riebesehl und dessen Meisterschüler Raimund Zakowski, der auch einer meiner Prüfer war.

DEINE WERKE IN 5 WORTEN?

Interdisziplinär, nachdenklich, entschleunigend, einbeziehend, beobachtend.